Wissen
September 12, 2011Am Wegesrand bieten einige Informationstafeln wertvolles Wissen.
So ist das, wenn man in der Schweiz wandert. Als Geburtstagsausflug sehr zu empfehlen.
E wie evangelisch
October 7, 2010Evangelische Positionen und Gedanken sind seit über vier Jahren in neuer Form im Internet präsent. Auf mittlerweile 334 Internetseiten beziehen evangelische Autorinnen und Autoren zum jeweiligen Thema persönlich Stellung
Auf e-wie-evangelisch kommt jede und jeder zu Wort – von der Studentin bis zum Bischof. Die Autorinnen und Autoren schreiben als evangelische Christinnen und Christen. Es gibt über 100 unterschiedliche Autoren - bekannte wie etwa Katrin Göring-Eckhardt, Präses der Synode der EKD, oder die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann, und viele, viele andere. Sie alle werden auf der jeweiligen Domain vorgestellt und kommentieren kirchliche wie Alltagsthemen persönlich und pointiert.
Es gibt unzählige Begriffe, alle aus dem Leben gegriffen – von a wie Advent bis z wie Zehn Gebote. Die Hauptseite lautet www.e-wie-evangelisch.de - von dort sind alle anderen Seiten erreichbar. Jede dieser Seite beginnt mit e, hat dann einen Bindestrich und dann den jeweiligen Begriff. Das Projekt hat biblisch-theologische Texte wie etwa e-gott.de, e-kirchenlieder.de, e-pfarrerin.de oder e-seele.de, aber auch ganz weltliche Themen wie e-luftmatratze.de oder e-katze.de. Meine persönliche Lieblingsseite ist e-freiheit.de
Das Projekt ist klar gegliedert. Jedes Stichwort wird auf meist drei einzelnen Seiten optisch ansprechend und in klarer Sprache dargestellt. Unten auf der ersten Seite gibt es weiterführende Links, zu manchen Stichwörtern auch einen audio-visuelle Darstellung, einen sogenannten „Vodcast”. Das ist ein kurzer Film, der das Thema kurzweilig weiter beleuchtet.
Träger des Projekts sind die Landeskirchen Hannovers und Bayerns. „Auf dem Internet-Markt der religiösen und weltanschaulichen Angebote spielen Domain-Namen eine wesentliche Rolle”, so die Überzeugung von Marius Strecker und Johannes Neukirch, den Internetbeauftragten der beiden Landeskirchen. „Besonders einprägsame Adressen können gut gefunden werden. Deshalb haben wir die Darstellung kirchlich-religiöser Inhalte unter e wie evangelisch zusammengefaßt. Unser Ziel ist es, diese Inhalte Internet-gerecht zu positionieren.”
Die Auswahl an Seiten wird laufend ergänzt. Damit soll ein Dialog eröffnet werden. Dieser findet dann jedoch nicht im Internet statt, sondern persönlich vor Ort, zum Beispiel in der Nathanaelgemeinde nach dem Gottesdienst. Probieren Sie es doch einmal aus, und lassen Sie uns anschließend darüber reden.
Climate Change - What do we know? What should we do?
September 19, 2010So the earth is getting hotter, glaciers are retreating, yet the heating is not uniform globally.
The average temperature isn’t even the whole story. Climate = weather patterns, meaning averages, extremes, timing, spatial distribution of hot&cold, humid&clear, humid&dry …
John P. Holdren, Assistant to President Obama for Science and Technology, presented a magnificent overview paper on the topic. Yet, he trained in aeronautics, astronautics and plasma physics, so he is a natural scientist. His paper gives all the natural science answers and is certainly worth reading. But, should we stop there?
Sometimes, I wonder if perhaps it would be worth digging a little deeper than that. Having studied John Holdren’s 32 page PDF, at length, I did notice one very simple fact. Even to a layperson, it is quite obvious that the “tipping point” of most curves occurred at the beginning of the 1980s. Before that, there were variations in climate, but since then, most curves display only one direction.
I find this very interesting. My adult life started in the 1980s. So this isn’t very long ago at all; most of us are very much able to observe changes happening in their lifetime. We don’t perhaps need scientists actually digging down hundreds of metres of Antarctic ice; all we have to do is remember our own life time.
Which change in paradigms took place within the past 30 years, leading to this development? Was it general well-being of large parts of the European population? Cars, telephones, air travel, all become prevalent in recent decades only. Was it the oil discovered in Russia, with exploration starting at around that time? Was it the upheavals in China, leading to massive polution in China and hence throughout the world, starting in the 1980s? Was it a combination of all these single factors? Or perhaps it was something else?
Therefore, I think there is a good chance that each and every one of us is able to find his or her personal explanation to this relatively new phenomenon. And therefore, each and every one of us might be able to contribute to us going back to where we were back in the 1980s, climate-wise.
Eberhard Blocher
Monopoly
September 14, 2010Win or Lose.
For the first time ever, I beat my son at Monopoly without him then being terribly sad or angry. He would have preferred to win, of course, but he was able to still enjoy the game, even having lost.
Growing up means learning to cope with losing, now and then.
Google StreetView und Poesie
September 10, 2010Es ist das Jahr 1974.
Wir konnten erstmals die Privatsphäre der Menschen auf deren vier Wände zurückdrängen. Unsere Informationen beschränken sich nicht mehr nur auf die vertikale Sicht von Sateliten, nein, mit unseren Spezial-Fahrzeugen konnten wir die horizontale Sicht dazugewinnen. Der Feind versucht jetzt, viel zu spät, zu reagieren - wird es aber nicht schaffen und unsere Aktion ist dazu fast abgeschlossen.
Wir werden jetzt Schritt für Schritt dazu übergehen, aus den statischen Informationen Echtzeitinformationen zu machen. Dazu ist es weiter nötig, dass alle nur die Vorteile unserer Machenschaften sehen. Der Aufwand, sie zu täuschen, wird zwar höher, aber unsere Mittel wachsen stärker. Es sind nur noch zehn Jahre bis 1984. Das Jahr, in dem wir die Informationen zu Kontrolle und Macht umwandeln können. Dann haben wir freie Hand und können die lästigen Masken fallen lassen:
Be evil - ein Klick und der Mensch ist ein Nichts!
Autor: elcurina
Quelle: http://www.website-boosting.de/blog/2010-08-31/google_street_view_-_gedanken_zur_scheinheiligkeit.html
Nochmal: Google StreetView
September 1, 2010Seltsam: er bezeichnet es zwar zunächst abwertend als “Sommerloch”-Thema, aber dann steigt Prof. Mario Fischer dennoch voll in das Street-View-Thema ein. Er veröffentlicht auf seinem Blog Gedanken zur Scheinheiligkeit und meint, die Kritik an Google StreetView mit sechs Einwänden entkräften zu können.
Die sechs Einwände auf die Vorwürfe sind alle richtig, aber das ist noch lange kein Grund, StreetView die Absolution zu erteilen. Weil andere Vorwürfe einfach nicht erwähnt werden.
Nur ein Beispiel: alle, auch Mario Fischer, betonen gebetsmühlenartig “Die Kamera hat etwa die gleiche Position wie Mitreisende in einem Bus oder ein Brummifahrer. Man sieht also nichts, was andere nicht auch sehen können” das ist aber nicht der Punkt. Es geht nicht darum, daß jeder andere auch das sehen könnte, was die Google-Kameras sahen. Es geht um die Aggregation all dieser Einzelbilder durch Google. Ein Datum, ein Foto alleine ist datenschutzrechtlich völlig unbedenklich. Erst durch die Masse wird es inakzeptabel.
Leider bildet die aktuelle deutsche Gesetzeslage dieses schlicht nicht ab. Die Gesetzgebung hinkt den technischen Möglichkeiten der IT-Industrie, und des Internet, Lichtjahre hinterher. Bleibt zu hoffen, daß das sich das bald ändert. Google StreetView, und natürlich auch die einzelnen Fotos, die auf Google Maps verlinkt sind, gehören schlicht und einfach verboten.
Neue Verfassung für Kenia
August 29, 2010Kenia hat in der vergangenen Woche eine neue Verfassung erhalten. Am Freitag gab es daher eine Zeremonie in Nairobi. Die neue Verfassung wird als das wichtigste Ereignis in diesem ostafrikanischen Land seit der Erlangung der Unabhängigkeit von Großbritannien vor fast 50 Jahren angesehen.
Nachdem es vor zweieinhalb Jahren bei der Präsidentschaftswahl noch Unruhen mit mehr als Tausend Toten gegeben hatte, ist die neue Verfassung ein Zeichen dafür, daß die Machtverteilung zwischen Präsident Mwai Kibaki und Premierminister Raila Odinga nun zu funktionieren scheint und die schrecklichen Ereignisse in Kenia vom Dezember 2007 wohl glücklicherweise keine Wiederholung haben werden.
Aus Anlaß der Feierlichkeiten zur Verabschiedung der Verfassung war auch der sudanesiche Präsident Omar al-Bashir als Staatsgast in Kenia. Er wird im Zusammenhang mit den Kriegsverbrechen in Darfur vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht, Kenia hat sich aber geweigert, ihn festzunehmen, als er jetzt in Kenia eintraf.
Es ist kein guter Stil der “Tagesschau”, die in den deutschen Fernsehnachrichten nur über das Thema Omar al-Bashir berichtete, und die neue Verfassung in Kenia in diesem Zusammenhang mit keinem Wort erwähnte. Sicher, Darfur und der Sudan sind wichtige Themen, und im Rahmen einer Berichterstattung über die Feierlichkeiten in Nairobi hätte man den Staatsbesuch durchaus problematisieren können, nein, müssen. Aber *nur* über Omar al-Bashir zu berichten, und die guten Nachrichten aus Kenia völlig zu ignorieren, ist schlechter Journalismus.
Kreditkarte
August 25, 2010Die Welt ist schon seltsam.
Gerade erhielt ich einen Anruf meiner Kreditkartenfirma. Ich hatte mich über eine Erhöhung der Gebühren beschwert, eine allgemeine Änderung, wohlgemerkt, die alle Kunden betrifft. Man hat die Gebührenerhöhung zwar nicht generell zurückgenommen, aber mir “wegen meiner Beschwerde” die nächste Jahresgebühr von 40 EURO erlassen.
40 Euro gespart. Aber komisch. Kunden, die sich nicht beschweren, sondern alles brav zahlen, bekommen keine 40 Euro erlassen. Ist das gerecht?
Die DB-Lounge - Der neue Wartesaal am Bahnhof
August 23, 2010Vor ein paar Monaten erhielt ich einen Brief von der Deutschen Bahn AG. Ich bin seit vielen Jahren Besitzer einer BahnCard und erhalte daher gelegentlich Werbung dieses deutschen Transportunternehmens. Der Brief hat mich zunächst also nicht sonderlich überrascht.
Doch diesmal war der Brief anders. Dicker, aufwendiger aufgemacht. Ein Hochglanzbroschüre - und eine schicke, silber-graue BahnCard. “Bahn.comfort” stand drauf. Sie war meine Eintrittskarte in die Welt der Reichen und Schönen.
Erst vor wenigen Wochen hatte ich eine neue BahnCard erstanden. Und theoretisch wußte ich zwar, daß es besondere Warteräume an großen Bahnhöfen gab, doch nie hätte ich gedacht, daß ich diese einmal betreten würde. Ich war im Vorjahr zwar mehr Bahn gefahren als sonst, aber gar so viel war es mir doch nicht vorgekommen. Doch es war doch mehr, als ich gedacht hatte. Ich hatte die Umsatzschwelle der DB geknackt und war jetzt also ein Jahr lang berechtigt, jederzeit Zutritt zur DB Lounge zu erlangen.
Die DB Lounges sind eine Weiterentwicklung der altehrwürdigen “1.Klasse Wartesäle” aus der Anfangszeit der Bahnen. Ich bin zwar 2.-Klasse-Kunde, doch dank des “Vielfahrerstatus” war ich jetzt offentlich in die erste Liga aufgestiegen.
Seitdem nutze ich dieses Privileg regelmäßig. Wenn ich am Kölner Hauptbahnhof vorbeikomme. Aber auch bei Fahrten nach Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart oder wie kürzlich nach Berlin. Dort überall, und an noch einigen weiteren deutschen Umsteigebahnhöfen, gibt es die Wartesäle mit den roten Ledersitzen, dem reichhaltigen Angebot an Zeitungen, Heiß- und Kaltgetränken sowie neuerdings im Sommer sogar Eis.
Man darf als “Bahn.comfort”-Kunde eine weitere Person mit einladen in die Lounge. Häufig ist das mein Sohn, für den das kostenlos bereitgehaltene Eis in den Sommermonaten die Hauptattraktion ist. Aber auch Eltern, Freunde und Geschäftspartner haben in den vergangenen Monaten in meinem Schlepptau bereits die Annehmlichkeiten im modernen Ambiente an deutschen Bahnhöfen bereits kennengelernt.
Die deutsche Bahn.comfort-Karte berechtigt aber auch zu Besuch entsprechender Warteräume im benachbarten Ausland, in Ländern, die der Bahnallianz der wichtigsten europäischen Gesellschaften angehören. So habe ich auch schon den entsprechenden Komfort in Brüssel und in London genossen, wobei letzterer noch eine Nummer für sich ist. Dort gibt es nicht nur kostenlose alkoholfreie Getränke und Zeitungen, wie in Deutschland, sondern Snacks und selbst Bier. Für alle.
Google StreetView
August 21, 2010Alle diskutieren Google StreetView. Angeblich wundern sich die Schweden über die deutsche Angst vor Google.
Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Natürlich ist die schwedische Offenheit gut, das “Allmansrätt” auch, und es ist auch gut, daß man in Schweden (angeblich) die Steuererklärung des Nachbarn einsehen kann, wer immer das auch macht.
Das hat aber überhaupt nichts mit der Kritik an der Datenkrake Google zu tun, die, als privates Unternehmen wohlgemerkt, sich das Recht rausnimmt, alles und jede(n) zu fotografieren und das dann zu veröffentlichen. Wer bei Google StreetView abgebildet sein will, sollte das an Google melden dürfen, und nicht so wie jetzt, wo man sich mühsam bei Google abmelden muß - welch Ehre der Durchlaucht Eric Schmidt, mir zu erlauben, das eigene Haus verpixeln zu lassen. Muß ich ihm dafür jetzt auch die Füße küssen?
Wie bekommen Kinder Essen in der Schulmensa?
June 14, 2010Klar, die Eltern könnten für jeden Monat vorab Geld dafür bezahlen. Aber wenn die Kinder nicht jeden Tag essen, weil sie mal krank sind, auf einem Ausflug, die Schule früher aus ist? Dann verfällt das Geld wohl und das will niemand. Dem Kind jeden Tag Geld mitgeben? Zu unsicher. Eine Geldkarte? Vielleicht. Eine andere Chipkarte? Machen manche. Essensmarken aus Papier? Wohl zu altmodisch.
An immer mehr Schulen gibt es Ganztagsschule und daher muß auch ein Mittagessen angeboten werden. Ich finde das eigentlich gar nicht gut, weil Kinder, besonders, wenn sie noch klein sind, mittags oft lieber nach Hause gehen, aber die zunehmende Ganztagsbetreuung ist eben leider ein Trend. Daher muß man sich damit beschäftigen.
Wer hat Erfahrung, wie man die Essensausgabe und -bezahlung am besten regelt?
Das Kindernetz
June 11, 2010Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStv) ist potentiell die gravierendste Änderung des deutschen Internet, die es jemals gab.
SPIEGEL ONLINE schreibt dazu heute:
Der Staat möchte Jugendliche schützen, vor drastischen Gewalt- und Sexdarstellungen, vor Lobeshymnen auf die Magersucht oder Anleitungen zum Anbau von Drogen. Der Schutz der Jugend vor solchen Medienangeboten funktioniert recht gut - nur nicht im Internet. Um das zu ändern, haben die Ministerpräsidenten der Länder, die in Deutschland für den Jugendschutz zuständig sind, am Donnerstag einen neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStv) unterzeichnet.
Ich finde es überfällig, daß ein solcher Vertrag endlich kommt, aber ich sehe große Probleme bei der Umsetzung. Nicht nur SPON, auch der AKZensur und andere selbsternannte “Gralshüter der Freiheit” polemisieren schon dagegen, und es besteht die Gefahr, daß die Umsetzung noch Jahre dauert oder ganz zerredet wird.
“Da wurde einfach die alte Denke aus dem Fernsehzeitalter auf das Internet übertragen”. Ja natürlich. Die “alte Denke” ist nämlich richtig, daher gibt es keinen Grund, *nicht* daran festzuhalten.
Comment on the ICANN DAGv4 - Introduction of new gTLDs
June 5, 2010Dear Sir,
please consider this comment for alteration of the DAG v4.
Suggestion:
It is proposed that on page 46 of the DAGv4, the following paragraph is added after 1.5.4
1.5.5 Terms of Payment
Payment to ICANN may be effected in USD or in the legal currency of the applicant’s country. If the applicant decides to use his local currency for processing payments, the exchange rate used shall be the one which applies on the day the applicant registers with TAS (refer to paragraph 1.5.1).
Reasons for proposed alteration
The burden of adverse exchange rate movements shall not lie with the applicant. For example, if the fee of USD 185,000 translates into EURO 150,000 on the day of registration with TAS, depreciation of the EURO may cause the applicant to later pay EUR 160,000 or more, causing great inconvenience to potential applicants.
It is acknowledged that ICANN is a US-based not-for-profit entity adhering to the laws of the State of California. Therefore, it is perfectly prudent for the fees to be stated in USD and that currency be used throughout this document.
However, it is also true that the JPA with the US Government expired in September, 2009, and the CEO Rod Beckstrom repeatedly pointed out that ICANN under the AoC is now “responsible to the world”. Therefore, is is only natural that the risk of exchange rate movements shall not be born by the applicant alone, but shared with ICANN. Also, I believe it may be thought to be fair for ICANN to acquire financial products to hedge this currency risk, rather than each and every single applicant having to provide this insurance on his own.
Glühende Leitungen
May 22, 2010Spinnen jetzt alle? Und wieso?
Nein, heute ist nicht Vollmond. War gerade im Park bei einem Grillfest und ich bin sicher, es ist Halbmond. Ich hab den Mond mit eigenen Augen gesehen.
Aber: ich bekomme ja oft Werbeanrufe. Man will mir Lotterielose verkaufen, Zeitschriftenabo, ab und zu auch Autos, die ganze Latte eben. Aber die Anrufe sind alle aus Deutschland, und ich finde die langweilig und werde die schnell wieder los.
Heute früh war ein Werbeanruf aus Frankreich. Eine sehr schlecht deutsch sprechende Frau wollte mich zu irgendeiner Vernisage mit Weinprobe in Südfrankreich einladen. Total seltsam. Kam noch nie vor.
Dann um 17 Uhr ein Anruf auf dem Handy, ich wurde mit “Good morning” begrüßt und eine sehr schlecht englisch sprechende Frau sagte, sie rufe aus Japan an und wollte einen Termin ausmachen, um mir Aktien zu verkaufen.
Ich bekomme sonst höchstens alle fünf Jahre einen Werbeanruf aus dem Ausland und heute gleich zwei an einem Tag. Haben die alle gehört, daß Deutschland gerade 150 Milliarden Euro “für nichts” ausgibt? Denken die, ich bin Bundeskanzler und möchte ihnen einen Teil dieser 150 Milliarden geben?
Sehr seltsam das Ganze.
Brief an Hannelore Kraft
May 15, 2010Liebe Genossin Hannelore Kraft,
als langjähriges SPD-Mitglied freue ich mich, wie wohl wir alle, sehr über die fast sichere Ablösung der schwarz-gelben Regierung durch die Landtagswahl am vergangenen Sonntag. Ich freue mich auch, daß Du Dich so gut mit Sylvia Löhrmann verstehst, wie niemandem verborgen geblieben ist.
Allerdings scheint Ihr beide zu vergessen, daß es eben keine rot-grüne Mehrheit im Düsseldorfer Landtag gibt. Ich stimme der von Dir im Wahlkampf andauernd geäußerten Meinung, daß die Linke in NRW nicht regierungsfähig ist, ausdrücklich zu. Ebenso spreche ich sicher für die Mehrheit unserer Partei, die keine “große Koalition” wünscht.
Vor diesem Hintergrund muß ich leider konstatieren, daß Ihr Euch gegenüber der FDP in den letzten Tagen äußerst unklug verhalten habt. Natürlich hat Herr Pinkwart eine unverschämte Forderung gestellt, indem er der SPD Verhandlungen mit der “Linken” quasi per Ordre de Mufti verbieten wollte. Aber das ändert nichts daran, daß auch Politiker nur Menschen sind. Und so, wie sich die Spitzenkandidatinnen von SPD und B90/Grüne in Düsseldorf in den letzten Tagen “eingekuschelt” haben, konnte die FDP wohl nicht anders, als Gespräche abzulehnen. Das jedoch ist keine gute Situation für unser Land.
Ich möchte daher Dich, als hoffentlich zukünftige Ministerpräsidentin von NRW bitten, den Kuschelkurs mit B90/Grüne zu beenden und wieder ernsthaft mit allen anderen Parteien, auch mit der FDP, zu verhandeln.
Mit solidarischen Grüßen
Eberhard
Die Euro-Rettung
May 11, 2010Ok, der Euro wird also gerettet.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, wurden am Wochenende sämtliche Grundsätze des Maastricht-Vertrages über Bord geworfen. Es gibt Staatshilfen ohne Limit von allen für alle in Europa, die EZB ist nicht mehr unabhängig, sondern Trichet macht, was Sarkozy und Merkel fordern, und das ist alles für “einen guten Zweck”, nämlich den Frieden in Europa.
Ob wir hunderte von Milliarden zahlen für nichts, spielt keine Rolle. Was Wirtschaftswissenschaftler sagen über optimale Währungsräume und Makroökonomik, spielt auch keine Rolle. Was vor Jahr und Tag noch hoch und heilig versprochen wurde, spielt heute keine Rolle mehr.
Das sog. “Primat der Politik” wird wie eine Monstranz von Frau Merkel vor sich hergetragen und sämtlicher Sachverstand geht dabei den Bach runter. Lieber ein Schrecken ohne Ende als - ja als was eigentlich? Fast könnte ich zum Zyniker werden ob dieser Entwicklung.
Der Euro und der Fall Griechenland
April 14, 2010Die Frage, ob Euro oder DM besser ist, ist mittlerweile gefühlt fast schon so alt wie die Akropolis. Aber durch die aktuellen Ereignisse in Griechenland erhält sie plötzlich wieder neue Relevanz.
Fakt ist, ich rechne nach wie vor nur manchmal in Euro und meistens in DM und auf allen Rechnungen an meine Kunden werden auch im Jahr 2010 (zusätzlich) die DM-Beträge ausgewiesen. Die Zahl 1,95583 kenne ich schon im Schlaf.
Online-Banking in Echtzeit
April 6, 2010Heute ist Dienstag nach Ostern, der 6. April. Gleichzeitig ist im Grunde noch Monatsanfang, denn es gab im Monat April bisher erst einen einzigen Bankarbeitstag, nämlich den 1. April. Ich war jedoch nicht so bescheuert, am 1. April Überweisungen aufzugeben, da diese dann letztlich 5 Tage unbearbeitet rumgelegen wären und eh erst heute den Empfänger erreicht hätten. Fünf Tage Zinsgewinn für die Banken war mir dann doch definitiv zu viel.
Leider denken wohl viele Leute so wie ich, denn das Online-Banking-Interface einer der Banken, mit denen ich Geschäftsbeziehungen habe, ist heute völlig überlastet. Man kommt schlicht nicht rein und kann keine Überweisungen ausführen, trotz mehrmaliger Versuche. Gut, es ist nur eine Bank, und diese eine Bank ist seit Jahrzehnten dafür bekannt, daß sie schlecht und preisgünstig ist, daher wundert mich das nicht wirklich. Ich halte ihr nur deshalb die Treue, weil sie immer noch ziemlich preisgünstig ist - außerdem ist sie Trikotsponsor von Borussia Mönchengladbach.
Aber grundsätzlich stellt sich mir die Frage: muß so etwas im Jahr 2010 überhaupt noch sein? Kann eine innerdeutsche Überweisung nicht quasi in Echtzeit durchgeführt werden, also am selben Bankarbeitstag, hier also zum Beispiel am 1. April, aufgegeben, am 1. April erreicht das Geld auch den Empfänger bei einer anderen deutschen Bank?
Brainy programmers
March 30, 2010Summer time in Western Europe.
Actually, it is a no-brainer. All you had to do is to get up at 2 a.m. on March 28th, put your clock ahead by one hour to 3 a.m. and go back to sleep. A no-brainer? Well, not quite. One of my computers has both Windows Vista and Windows 7, on two separate partitions. Guess what happened?
Microsoft’s brainy programmers managed to automatically turn the computer’s clock ahead by TWO hours on Sunday morning.
New gTLDs, ICANN and the EOI
March 19, 2010Does ICANN need to learn from the EOI collapse? @kierenmccarthy thinks so http://bit.ly/9CW1tg but I beg to differ.
Kieren’s article is well written and he certainly put in a lot of thought and experience, yet it fails to see the bigger picture. Kieren himself is trapped in the trenches, of the ICANN battles in this case.
Who the heck feels the need for new gTLDs in the first place? The internet to many people out there means dotcom. Full stop. Unless the community starts questioning this underlying assumption, nothing is going to come out of this anyway.
With or without EOI.









