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Autoteilen in BB

September 15, 2009

Offener Brief an die Deutsche Bahn

 

DB CarSharing 
Verkehrsknoten Böblingen/Württ 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
als treuer Bahnkunde besitze ich selbstverständlich seit vielen Jahren eine BahnCard und nutze diese auch regelmäßig. Doch manchmal möchte man auch Ziele in Deutschland erreichen, die zu manchen Zeiten, besonders am Wochenende, nicht mit Bahn und Bus erreichbar sind. Zu diesem Zweck haben Sie verschiedene ergänzende Angebote, wie etwa das CarSharing. 
 
Ebenfalls seit vielen Jahren bin ich Kunde von DB CarSharing und neuerdings auch bei Flinkster. Wenn ich meine Heimatstadt Böblingen/Württ besuche, hatte ich dort schon häufig Bedarf an einem PKW. Doch leider sind die nächstgelegenen Stationen Stuttgart-Vaihingen bzw. Stuttgart Flughafen. Ich habe dort schon ab und zu eines Ihrer Autos entliehen, aber es ist äußerst lästig, extra mit der S-Bahn aus Böblingen dorthin fahren zu müssen. 
 
Der Bahnhof in Böblingen liegt im Zentrum einer Wachstumsregion. Über 100.000 Menschen leben in Böblingen, Sindelfingen und der unmittelbaren Umgebung. Der Bahnhof ist ein Kreuzungspunkt der Gäubahn (Strecke 740) mit der Schönbuchbahn und bald auch mit der neuen S-Bahn S60 Böblingen-Renningen. Es bleibt auch zu hoffen, daß bald wieder ICE Züge in Böblingen halten. 
 
Böblingen liegt am Rande der Region Großraum Stuttgart und ist aus Stuttgart sehr gut mit der Bahn zu erreichen. Daher gibt es aus meiner Sicht über die Region Böblingen- Sindelfingen hinaus auch mögliche CarSharing Kunden, die mit dem Zug nach Böblingen kommen und von dort das DB CarSharing Auto für Ausflüge z.B. in den Schwarzwald nutzen könnten. 
 
Daher möchte ich Ihnen empfehlen, zukünftig mindestens ein Auto von DB CarSharing und/oder Flinkster am Bahnhof Böblingen zu stationieren. 
 
Mit freundlichen Grüßen 

E.B.

Posted by eberhard at 6:37 pm | permalink | comments[2]

DeNIC - Rechtswidrige Domains sind nicht unser Problem

September 14, 2009

Wiesbaden 14.09.2009

“Rechtswidrige Domains sind nicht unser Problem. Wenn der Domainname, oder gar dessen Inhalt, rechtswidrig ist, fühlen wir uns nicht zur Sperrung oder gar Löschung der Domain verpflichtet”. So das Credo von Stephan Welzel, Justitiar der DeNIC, heute auf dem “7th German Anti Spam Summit”, organisiert vom “Verband der deutschen Internetwirtschaft” (eco e.V.) in Wiesbaden.

Im Gegensatz dazu fühlen sich Adam Palmer von P.I.R. (dot org) und Greg Aaron von Afilias durchaus der Beobachtung von Sittenwidrigkeit unter ihren Registraren verpflichtet. Im Einzelfall sperrt P.I.R. schon mal eine Domain, wenn diese klar rechtswidrige Inhalte zeigt. Das Beispiel von Kinderpornographie ist derzeit in aller Munde, aber Palmer zieht den Kreis durchaus weiter und sperrt schon mal auch andere offensichtlich unsittliche Domains.

Diese Einstellungen der .de Registry einerseits und wichtiger gTLD Registries andererseits sind schon beachtlich, da sie sich doch fundamental widersprechen.

Wie kommt das? Ist der Verweis auf die ordentliche Gerichtsbarkeit, wie es Stephan Welzel machte, nicht zu einfach?

Posted by eberhard at 9:11 pm | permalink | Add comment

Piratenpartei

September 10, 2009

 
Am Dienstag abend war ich zwar nicht auf der Wahlkampfveranstaltung von SPD Kanzlerkandidat Steinmeier in Köln, aber am Tag zuvor, am Montag, war ich auf einer SPD-Wahlkampfveranstaltung mit der deutschen Justizministerin Brigitte Zypries. Es waren auch andere SPD-Abgeordnete anwesen, u.a. Martin Dörmann, der SPD-Experte zu Internet und Wortführer in der Kinderporno-Debatte ist. (Früher war das Jörg Tauss, der inzwischen die SPD verlassen hat und zur “Piratenpartei” gewechselt ist.)
 
Ich erwähnte in der Diskussion, dass die “Piratenpartei” eine sehr seltsame Partei von Internetfuzzis ist, und ich es schade finde, dass die SPD mit denen nicht mehr diskutieren kann. Die lehnen das rundweg ab. Martin Dörmann machte dazu einige interessante Anmerkungen. 
 
Aber Justizministerin Brigitte Zypries hatte einen noch besseren Kommentar. Sie sagte, nicht juristisch, aber sicher mit sehr viel Menschenkenntnis, dass die Anhänger der “Piratenpartei” (immerhin 1 bis 2 Prozent der Wähler in Deutschland) wohl in einer Parallelwelt leben.

Das Internet ist für die “ihre Welt” und alle, die irgendwelche “Rechte” im Internet beschneiden wollen, in diesem Fall konkret das Recht, auf Kinderpornoserver zuzugreifen, würden von denen erbittert bekämpft. Das sind keinen Argumenten mehr zugänglich, sondern schalten nur noch auf stur.

Die wollen keine Beschränkung im Internet, weil das “ihr Reich” ist und da gelten “andere Gesetze” und insofern wären Online-Durchsuchungen, Websperren oder selbst die Vorratsdatenspeicherung vergleichbar damit, wenn bei anderen Leuten der Staatsanwalt sich ins Ehebett legt.
 
Die letzte Formulierung, Analogie, ist nicht von Zypries, sondern von mir. 

Posted by eberhard at 2:36 am | permalink | comments[1]