Das Kindernetz
June 11, 2010Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStv) ist potentiell die gravierendste Änderung des deutschen Internet, die es jemals gab.
SPIEGEL ONLINE schreibt dazu heute:
Der Staat möchte Jugendliche schützen, vor drastischen Gewalt- und Sexdarstellungen, vor Lobeshymnen auf die Magersucht oder Anleitungen zum Anbau von Drogen. Der Schutz der Jugend vor solchen Medienangeboten funktioniert recht gut - nur nicht im Internet. Um das zu ändern, haben die Ministerpräsidenten der Länder, die in Deutschland für den Jugendschutz zuständig sind, am Donnerstag einen neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStv) unterzeichnet.
Ich finde es überfällig, daß ein solcher Vertrag endlich kommt, aber ich sehe große Probleme bei der Umsetzung. Nicht nur SPON, auch der AKZensur und andere selbsternannte “Gralshüter der Freiheit” polemisieren schon dagegen, und es besteht die Gefahr, daß die Umsetzung noch Jahre dauert oder ganz zerredet wird.
“Da wurde einfach die alte Denke aus dem Fernsehzeitalter auf das Internet übertragen”. Ja natürlich. Die “alte Denke” ist nämlich richtig, daher gibt es keinen Grund, *nicht* daran festzuhalten.
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Ich finde es gut, daß die Diskussion über Jugendschutz im Internet jetzt endlich, ganz langsam, in Gang kommt. Die “Auseinandersetzung mit den Argumenten” wird dann schon von alleine kommen.
Vielleicht in der neuen Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag, wer weiß. Wenn die Urheberrecht, Netzneutralität und ähnliche Elfenbeinturmthemen mal verlassen und sich den Problemen an der Basis zuwenden. Vielleicht schaffen sie es ja. Wer weiß.
Posted by eberhard at June 14, 2010, 10:27 pmAll comments are moderated. Your comments will not appear here unless approved by the blog owner. Thank you.









Wo ist die Auseinandersetzung mit den Argumenten? Vater Staat oder die Weiseheit der politischen Klasse werden es schon richten - oder wie muss man den Beitrag verstehen?
Posted by Norbert at June 11, 2010, 6:41 pm