Nochmal: Google StreetView
September 1, 2010Seltsam: er bezeichnet es zwar zunächst abwertend als “Sommerloch”-Thema, aber dann steigt Prof. Mario Fischer dennoch voll in das Street-View-Thema ein. Er veröffentlicht auf seinem Blog Gedanken zur Scheinheiligkeit und meint, die Kritik an Google StreetView mit sechs Einwänden entkräften zu können.
Die sechs Einwände auf die Vorwürfe sind alle richtig, aber das ist noch lange kein Grund, StreetView die Absolution zu erteilen. Weil andere Vorwürfe einfach nicht erwähnt werden.
Nur ein Beispiel: alle, auch Mario Fischer, betonen gebetsmühlenartig “Die Kamera hat etwa die gleiche Position wie Mitreisende in einem Bus oder ein Brummifahrer. Man sieht also nichts, was andere nicht auch sehen können” das ist aber nicht der Punkt. Es geht nicht darum, daß jeder andere auch das sehen könnte, was die Google-Kameras sahen. Es geht um die Aggregation all dieser Einzelbilder durch Google. Ein Datum, ein Foto alleine ist datenschutzrechtlich völlig unbedenklich. Erst durch die Masse wird es inakzeptabel.
Leider bildet die aktuelle deutsche Gesetzeslage dieses schlicht nicht ab. Die Gesetzgebung hinkt den technischen Möglichkeiten der IT-Industrie, und des Internet, Lichtjahre hinterher. Bleibt zu hoffen, daß das sich das bald ändert. Google StreetView, und natürlich auch die einzelnen Fotos, die auf Google Maps verlinkt sind, gehören schlicht und einfach verboten.








